Gastgeber war WALA-Heilmittel GmbH – große Resonanz aus der Region

„Das Wohl unserer Kunden, nicht der Gewinn, stehen für die WALA im Vordergrund“. Dies war die Kernaussage des Geschäftsführers Dr. Philipp Lettmann in seinen einleitenden Worten zur Philosophie seines Unternehmens. „Für uns Freien Wähler sind nicht Parteipolitik, sondern das öffentliche Wohl Grundlage unserer kommunal ausgerichteten Arbeit“, betonte der Vorsitzende der Regionalfraktion, Oberbürgermeister Andreas Hesky, bei der Begrüßung der überaus zahlreich erschienenen Vertreter aus den Orts- und Kreisverbänden in der Region Stuttgart.

Die WALA zeigte sich als glänzender Gastgeber im herbstlich geschmückten Rudolf-Hauschka-Saal. Dr. Lettmann zeichnete eindrucksvoll Firmenphilosophie und Geschichte seines Hauses. Mit und nicht gegen die Natur sollte gelebt und produziert werden. Sein Unternehmen habe eine große Gestaltungsfreiheit, weil es einer von leistungsfähigen Stiftung getragen werde. WALA habe sich trotz schwieriger Bedingungen für die bauliche Erweiterung zum Standort Bad Boll bekannt. Weil das Unternehmen kontinuierlich wachse errichte man derzeit ein auch architektonisch anspruchsvolles Laborgebäude am Standort und baue in Zell ein großes Logistikzentrum. Dr. Lettmann betonte den beispielhaften Einsatz beider Kommunen in dieser für die Unternehmensperspektive grundlegenden Frage.

Kernthemen der aktuellen Regionalpolitik

In seinem engagiert vorgetragenen Beitrag stellte Fraktionsvorsitzender Andreas Hesky, Oberbürgermeister aus Waiblingen, die aus Sicht seiner Fraktion wichtigen Kernthemen des regionalen Geschehens heraus. Anhand der Arbeitsschwerpunkte der Fachausschüsse (Planungsausschuss, Verkehrsausschuss, Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung) beschrieb er die aktuellen Handlungsfelder wie Wohn- und Gewerbeflächenbedarf, Ausbau der Verkehrsinfrastruktur (S-Bahn-Netz mit Verlängerung ins Neckartal, Nordostring, B 10, A 8). Hesky brachte klar zum Ausdruck, dass man keinen sinnlosen Flächenverbrauch fordere, aber mehr Flexibilität an gut erschlossenen Standorten, auch wenn sie nicht an den klassischen Entwicklungsachsen liegen. „Für uns Freie Wähler gilt der Grundsatz der Subsidiarität. Aufgaben sollten dort erledigt werden, wo sie entstehen. Eine Hochzonung auf die Region oder das Land kommt für uns nur in Betracht, wenn die Leistungsfähigkeit der örtlichen Ebene überschritten wird. Wir kritisieren auch die zunehmende Regulierungswut der Landesregierung, die sich zum Beispiel beim Wohnungsbau kostentreibend bemerkbar mache“, verwendete Hesky deutliche Worte. Er beschrieb die Freien Wähler als “treibende kommunale Kraft mit Blick für Notwendigkeit und Realität“.

Gesund und überraschend

Das waren die Schlagworte für den Bad Boller Bürgermeister Hans-Rudi Bührle und Landrat Edgar Wolff. Selbstbewusst zeigte Bührle die Stärken seiner Gemeinde im Gesundheitsbereich und Tourismus heraus. Mit Stolz verwies er auf die gelungene Standortsicherung für die WALA. Landrat Wolff ging auf die Notwendigkeit ein, zur Sicherung der Entwicklungsperspektiven des Kreises mehr für die Verkehrsinfrastruktur zu tun. Der anagekündigte Metropolexpress sei ein wirkungsvoller Ersatz für das für den Kreis zu aufwändige S-Bahn-System. Große Bedeutung gibt Wolff gibt dem weiteren Ausbau des Breitbandnetzes, vor allem für Gewerbegebiete. Mit einem langfristigen Kreisentwicklungskonzept und dem Finanzkonzept 2030 sei der Kreis gut vorbereitet.

Bessere Chancen für die Jugend in Leben und Beruf

„Wir können und müssen mehr für unsere Jugend tun – sie sichert unsere Zukunft“. Das war das Credo von Oberstudienrat Karl-Otto Kaiser in seinem vehement vorgetragenen Beitrag „Bildungsreserven heben“. Er zeigte schonungslos die Schwächen in der Gesellschaft und im Bildungssystem auf. Schon in den Schulen könne mehr Wirtschaftswissen vermittelt werden, das man durch einen „Unternehmensführerschein“ dokumentieren könne. Da die Familie der wichtigste und unersetzliche Erziehungsort sei, müsse man vor allem die Eltern, die Unterstützung bräuchten, die entsprechende Kompetenz vermitteln. Wer sich für die Vorstellungen von Karl-Otto-Kaiser näher interessiert, kann sich unter Karl-Otto.Kaiser@t-online.de an ihn wenden.

Diskussion mit kommunalem Schwerpunkt

Die in der Diskussion aufgeworfenen Fragen befassen sich vorwiegend mit aktuellen kommunalen Themen wie z.B. Wohnflächenbedarf als Folge von Gewerbeansiedlung, Verkehrsprojekte und Eingriff in die kommunale Finanzmasse durch die Landesregierung.

 

 


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